Wappen Oedt

Das Wappen der früher eigenständigen Gemeinde Oedt

Statistik
Unserer Bruderschaft gehören 182 Mitglieder an.
122 Männer,  davon 38 Offiziere in Uniform
40 Frauen
20 Jungschützen

St. Vitus Schützenbruderschaft 1473 Oedt e.V.

Oedt, ein Ortsteil der Gemeinde Grefrath. Nicht Grefrath bei Neuss oder in Köln, sondern Grefrath bei Krefeld, nahe der niederländischen Grenzstadt Venlo. Unser Ort wurde erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307 und ist weithin bekannt durch die Burg Uda, eine Befestigung aus dem 13. Jahrhundert.
Die nähere Umgebung der Burgruine ist neu gestaltet und für Naturliebhaber ein idealer Ort die Natur zu erleben. Grefrath selbst ist bekannt durch das Eissportzentrum mit  überdachter Außenbahn.

Das Geburtsjahr der Schützen in Oedt wird  durch die alte Fahnenspitze aus dem Jahr 1473  festgestellt. Die Fahnenspitze gehörte zu einer Schwenkerfahne der damaligen Schützengilde Oedt. Die Protokollbücher aus den ersten Jahren der Gründung sind unvollständig. Mitte des 15. Jahrhunderts sind viele Bruderschaften gegründet worden. Die Bezeichnung Schützen kommt nicht aus dem Wort „Schießen“, sondern aus der Bedeutung schützen, behüten. Im 13. Jahrhundert war die Selbstverteidigung, das Schützen der Bürger sowie das Allerheiligste innerhalb und außerhalb der Kirche oft der Beweggrund zur Bildung einer Bürgerwehr. Vom 16.Jahrhundert  und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts weiß man mit Sicherheit, dass zu dieser Zeit bereits ein  aktives Schützenleben mit den noch heute sehr aktuellen Schützen - und Volksfesten herrschte. Ein überaus wertvolles Dokument besitzt die St.Vitus Bruderschaft aus dem Jahr 1659 in Form eines Hessentalers. Die in Latein gehaltene Inschrift dieser silbernen Plakette lautet zu deutsch: “ Der böse Hesse, der Feind von Oedt, war der Räuber des Vogels. Der Friede hat ihn ersetzt. Gott gebe Freude“ Das älteste Schriftstück ist ein Protokollbuch aus dem Jahre 1738. Eine Mitgliederliste, worin 37 Personen registriert sind, existiert aus dem Jahre 1814.

1926 schlossen sich die St. Vitus Bruderschaft, die Gilde der Junggesellen und die Schützengesellschaft Nordbezirk zur „Allgemeinen Schützengesellschaft Oedt“ zusammen. Nach dem Schützenfest 1928 (König Jakob Schmitz) fiel das Oedter Schützenwesen in einen 27-jährigen Schlaf. Es geht zwar aus den Büchern hervor, dass die Bruderschaft in 1933 Mitglied der Erzbruderschaft  und Jakob Weidenfeld Ehrenkönig wurde, aber sonst keine weiteren Aktivitäten unternahm. Einige der noch verbliebenen Mitglieder versteckten in den Kriegsjahren die Silberplaketten und die Protokolle vor dem Zugriff der Plünderer. Fahne und Banner wurden nur noch zu Patronatsfesten und Fronleichnam von den verbliebenen Ideallisten getragen.
1954 zum Patronatsfest wurde vom damaligen Pfarrer Franz Better von der Kanzel zur Neugründungsversammlung  aufgerufen.  11 Personen folgten dem Aufruf und bereiteten die Gründungsversammlung am 31.1.1955 im Hotel Streit vor.
Die Mitgliederzahl wuchs in den ersten Monaten der Neugründung auf 57 an.
Sofort wurde beschlossen, im gleichen Jahr, nach 27 Jahren, wieder ein Vogelschießen und ein Schützenfest zu veranstalten.

Am 6. April 1956 wurde die St. Vitus Schützenbruderschaft 1473 Oedt e.V. in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Kempen eingetragen. 1965 wurde eine Jungschützengruppe gegründet. Zum Schützenfest 1968 nahmen die Jungschützen erstmals am Schützenfest teil. Zu diesem Schützenfest konnten wir Oedter besondere Gäste begrüßen. Die „Blauen Jungs“ aus Bremerhafen, ein Matrosenchor  der Marineschule – 75 an der Zahl - unter Leitung von Hauptbootsmann Faber kamen nach Oedt und sangen sich in die Herzen der Bürger.

1973 feierte die St. Vitus Schützenbruderschaft ihr 500-jähriges Bestehen mit einem großen Schützenfest. Jubiläumskönig war Aloys Steger. Im gleichen Jahr wurde unser Brudermeister und König Aloys Steger auch Bezirksbundesmeister.
Das Vereinsleben der Oedter Bruderschaft erlebte in den folgenden Jahren viele Höhen und auch Tiefen. 1976 wurde unser damaliger König nach dem Schützenfest im Jahr zuvor, seines Amtes enthoben. Der Grund: Er hatte geheiratet.  Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn seine Angetraute nicht schon kirchlich verheiratet gewesen wäre. Eine vor der kath. Kirche geschlossene Ehe ist bekanntlich nicht lösbar.
Wir Oedter Schützen sind dem Historischen Deutschen Schützenbund angeschlossen und stehen zu unserer Satzung, die streng auf die Grundsätze der kath. Kirche aufgebaut ist. Der Schritt, unseren König als Repräsentanten unserer Bruderschaft zu entlassen, fiel nicht leicht. Die Wogen der Entrüstung gingen durch den Ort und die Presse. Sogar die größte deutsche Boulevardzeitung fand Oedt auf der Landkarte und berichtete über den „Skandal“. Die Folge für die Oedter Schützen: Die Jungschützengruppe löste sich vom Verein und gründete eine Schießsportgemeinschaft.
Erst im Jahre 1988 wurde eine neue Jungschützengruppe gegründet. Mittlerweile gehören den Jungschützen 16 Jungen und Mädchen an.
Seit 1975 hat es sich verfestigt, alle drei Jahre ein Schützenfest zu feiern. Im zweiten Jahr nach einem Schützenfest wird ein neuer König ermittelt. Von 1979 gibt es noch ein „Skandälchen“ nachzureichen. Der Vogel blieb oben. Als sich nach 5 Stunden kein Interessent auf die Königswürde fand, wurde das Vogelschießen abgebrochen. Der bisherige König Fritz Kaminski blieb weitere 3 Jahre im Amt. Es wurde in seiner Amtszeit aber kein weiteres Schützenfest gefeiert. Erst 1982 fand die Bruderschaft einen neuen König. Inzwischen ist das Interesse in der Bruderschaft an ein Ehrenamt als König sehr groß. Viele Anwärter hoffen auf Erfolg beim Vogelschießen.
Die St. Vitus Schützenbruderschaft in Zahlen:
Mitglieder 182,
davon 40 Frauen
20 Jungschützen
38 Offiziere in Uniform
Der Vorstand besteht aus 15 Mitgliedern. 12 gewählte Mitglieder sowie amtierender König und Minister
Unser jährlicher Veranstaltungskalender ist sehr umfangreich. Das Jahr beginnt mit einer Generalversammlung, der eine hl. Messe vorausgeht. Neben der Teilnahme an jährl. ca. 5 Schützenfesten in den Nachbargemeinden haben wir in unserem Ort  viele, schon traditionelle Veranstaltungen zu bewältigen. Am 1. Mai setzen wir einen Maibaum im Ortskern, verbunden mit einem Frühschoppen. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, dem Patronatsfest, Erntedankfeier und der Kevelaer Prozession ist selbstverständlich. Ein Gänseessen für unsere Mitglieder steht um die St. Martinszeit auf dem Programm. Anfang Dezember veranstalten wir auf dem Marktplatz einen Nikolausmarkt. Dieser Markt wird von den Oedter Geschäftsleuten unterstützt.

Ein eigenes Schützenfest wird alle drei Jahre gefeiert. Mit der Ausschmückung des Ortes sind die Straßengemeinschaften bereits Monate vor dem Fest beschäftigt. Freitags beginnt das Fest mit dem Prunkbaumsetzen. Samstags nach einem Zapfenstreich am Rathaus werden die Bürger zum Schützenball ins Festzelt geladen. Sonntags ist Schützenmesse in der Kirche. Zum anschließenden Frühschoppen im Festzelt werden verdiente Schützen geehrt. Nachmittags ist großer Umzug mit ca. 1.000 Schützen, Gruppen, und Musikkapellen durch den Ort. Nach dem Vorbeimarsch ist Ausklang des Tages im Festzelt. Montags ist Königsgalaball unter Beteiligung befreundeter Bruderschaften. Am Mittwoch wird das Kirmesmännchen verbrannt. Anschließend ist zum Ausklang des Schützenfestes ein Dorfabend im Zelt.

Unserem Offizierscorps von  anfänglich 13 Uniformierten (1973) gehören inzwischen 38 an. Weitere Bewerber warten auf eine Uniform. Wir haben uns damals entschlossen, die Uniformen auf Kosten der Bruderschaftskasse anzuschaffen. Eine kompl. Uniform mit Löwenkopfdegen kostet zur Zeit über € 650,00. So eine Anschaffung muss überlegt sein und verpflichtet auch den Träger, so oft wie möglich an unseren Veranstaltungen teilzunehmen. Für Interessierte die gerne nur zum Schützenfest mitmachen möchten gibt es die blauen Husaren. . Einige Oedter Vereine und Institutionen, wie die Freiwillige Feuerwehr, die Borussia, die Kolping Familie, der Frauenchor und die Sängervereinigung werden wieder beim Umzug und zum Zapfenstreich dabei sein.





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